Argumente gegen die Sabbathaltung


Natürlich gibt es viele ernstzunehmende Argumente, die gegen die Einhaltung des Sabbats am siebenten Tag sprechen. Die wichtigsten seien hier angeführt und behandelt. Sollten Sie auch eine Frage oder einen Einwand kennen wenden Sie sich bitte damit per Email an uns.

1) Der Sabbat gilt nur für die Juden
2) Der Sabbat ist Teil der alten göttlichen Ordnung
3) Die Zehn Gebote wurden ans Kreuz genagelt
4) Wir stehen nicht unter dem Gesetz und werden durch Glauben gerecht
5) Jesus ist am Sonntag auferstanden
6) Alle halten den Sonntag
7) Gott ist es egal ob der Sabbat oder Sonntag gehalten wird


1) Der Sabbat gilt nur für die Juden

Jesus selbst stellt in Markus 2, 27 klar: „Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht, ...“. Gott setzte den Sabbat bei der Schöpfung ein. Er gilt für die ganze Schöpfung und somit auch für alle Menschen. Die Bibel sagt an keiner Stelle, dass ausschließlich Juden den Sabbat halten sollten.
Ganz im Gegenteil, durch Jesaja lässt Gott mitteilen (Jesaja 56, 6.7.): „Und die Fremden, die sich zum HERR getan haben, dass sie ihm dienen und seinen Namen lieben, auf dass sie seine Knechte seien, ein jeglicher, der den Sabbat hält, dass er ihn nicht entweihe, und meinen Bund festhält, die will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie erfreuen in meinem Bethause, ... denn mein Haus wird heißen ein Bethaus allen Völkern.“


2) Der Sabbat ist Teil der alten göttlichen Ordnung

Der Sabbat steht mitten unter den Zehn Geboten die Gott allen Menschen mit ewiger Gültigkeit gegeben hat. Jesus selbst sagt in Matthäus 5, 18: “Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“

Niemand bezweifelt dass das Gebot „Du sollst nicht töten“ oder „Du sollst nicht stehlen“ noch Gültigkeit besitzt. Das vierte Gebot (Sabbat) ist noch genauso gültig wie das sechste und achte Gebot. Würden Die Gebote nicht mehr gelten, gäbe es auch keine Sünde mehr. Dann wäre aber auch ein Evangelium nicht mehr notwendig, das die Kraft Gottes ist, uns von der Sünde zu befreien.


3) Die Zehn Gebote wurden ans Kreuz geheftet

Dieses Argument bezieht sich auf die Aussage von Paulus im Kollosserbrief 2, 14: „er hat die gegen uns gerichtete Schuldschrift ausgelöscht, die durch Satzungen uns entgegenstand, und hat sie aus dem Weg geschafft, indem er sie ans Kreuz heftete.“

Die Schuldschrift die gegen uns (Sünder) war wurde ans Kreuz geheftet, nicht das Gesetz. Die Schuldschrift hat nur dann ihre Berechtigung wenn das Gesetz aufrecht ist. Jesus starb für unsere Sünden (Übertretungen des Gesetzes), dadurch wird aber nicht das Gesetz (das uns ja noch immer anklagt) aufgehoben.


4) Wir stehen nicht unter dem Gesetz und werden durch Glauben gerecht

Römer 6, 15: „Wie nun? Sollen wir sündigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!“ Wird jemand begnadigt, so wird er von der Strafe befreit, nicht vom Gesetz. Das Gesetz ist natürlich weiterhin gültig, auch für den Begnadigten. Würde er nach der Begnadigung wieder gegen das Gesetz verbrechen würde er wieder verurteilt werden, ganz klar.

Römer 3, 31: „Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! Vielmehr bestätigen wir das Gesetz.“ Jesus in Johannes 14, 15: „Liebt ihr mich, so haltet meine Gebote!“ 1. Johannes 2, 4: „Wer sagt: »Ich habe ihn erkannt«, und hält doch seine Gebote nicht, der ist ein Lügner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht;“

Natürlich werden wir durch den Glauben gerecht, wir können uns die Gerechtigkeit nicht verdienen. Doch das heißt nicht, dass wir Gottes Gebote dann ignorieren dürfen.


5) Jesus ist am Sonntag auferstanden

Das stimmt, aber am Freitag ist Jesus den Kreuzestod gestorben. Ist die Auferstehung wichtiger als der Tod Jesu? Sollten wir dann nicht auch den Freitag feiern? Abgesehen davon, verlangt die Bibel nirgends den ersten Tag der Woche wegen Christi Auferstehung heilig zu halten. Der Tod Christi ändert nichts an der Tatsache, dass Gott nach der Schöpfung am siebenten Tag geruht hat, und diesen Tag geheiligt hat. Daher darf der Mensch den Feiertag nicht verlegen, auch nicht aus frommer Absicht.

Wir sollen jedoch an Jesu Tod und Auferstehung gedenken. Die Bibel gibt dazu auch klare Anweisungen: Dem Tod Jesu gedenken wir beim Abendmahl, wie Jesus es geboten hat (Lukas 22, 19; 1. Korinther 11, 26). Der Auferstehung Jesu gedenken wir bei jeder Tauffeier (Römer 6, 3-5).


6) Alle halten den Sonntag

Geht es darum was alle tun, oder darum Gottes Willen zu tun? Gott ändert sein Gesetz nicht nach Mehrheitsbeschluss, Gott ändert sein Gesetz überhaupt nicht. Maleachi 3, 6: „Denn ich, der HERR, verändere mich nicht;“ Matthäus 5, 18: “Bis Himmel und Erde vergangen sind, wird nicht ein Buchstabe noch ein einziges Strichlein vom Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist.“ Gott fragt uns nicht, ob wir das tun was die meisten machen, sondern ob wir sein heiliges Gesetz beachtet haben. Matthäus 7, 21: „Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.“


7) Gott ist es egal ob der Sabbat oder der Sonntag gehalten wird

In einem Regal liegen sieben Tonbänder. Die ersten sechs Bänder sind unbespielt, auf dem siebenten Band ist ein schönes Konzert aufgenommen. Ist es egal, welches Band ich in das Abspielgerät lege, wenn ich in den Genuss des Konzertes kommen will?
Gott hat genau den siebenten Tag gesegnet, nicht nur einen von sieben Tagen. Durch die Beachtung des siebenten Tages erfährt der Gläubige Gottes besonderen Segen. Hält er einen anderen Tag, verstößt er gegen Gottes Gebot und folgt menschlichen Geboten.

Markus 7,7: „Vergeblich aber verehren sie mich, weil sie Lehren vortragen, die Menschengebote sind.“


 

Die Argumente werden hier nur kurz behandelt. Wer detailliertere Antworten wünscht, dem sei das Buch „22 Gründe für die Sonntagsfeier“ (zur Buchbeschreibung) empfohlen. Sie können es hier bestellen.

Kennen Sie andere Argumente gegen die Sabbathaltung am siebenten Tag? Schreiben Sie uns bitte. Da wir an der Wahrheit interessiert sind, wollen wir jedes Argument behandeln.