Der Sabbat in der Geschichte – 1. Jahrhundert

Den durch des Schöpfers Ruhe und Segen geheiligten Sabbat feierte Adam in seiner Unschuld im Garten Eden und auch dann noch, als er gefallen, aber reumütig aus seiner glücklichen Heimat vertrieben war. Alle Patriarchen von Abel über Noah, zu Abraham und Jakob, hielten den Sabbat. Als sich das auserwählte Volk in der ägyptischen Knechtschaft befand, verloren viele unter der herrschenden Abgötterei ihre Kenntnis über das göttliche Gesetz; aber als der HERR Israel erlöst hatte, verkündete Er der versammelten Menge in ehrfurchtgebietender Majestät Sein Gesetz, damit alle Seinen Willen wissen, Ihn fürchten und Ihm ewig gehorchen möchten. (GK 453)

Von jenem Tage an bis heute ist die Kenntnis des göttlichen Gesetzes auf Erden bewahrt und der Sabbat des vierten Gebotes gehalten worden. Obgleich es dem „Menschen der Sünde“ gelang, Gottes heiligen Tag mit Füssen zu treten, so lebten doch, selbst zur Zeit seiner Oberherrschaft, an geheimen Orten treue Seelen, die den Sabbat ehrten. Seit der Reformation hat es stets Menschen gegeben, die ihn feierten. Wenngleich oft unter Schmach und Verfolgung, so wurde doch ununterbrochen Zeugnis abgelegt für die Fortdauer des Gesetzes Gottes und für die feierliche Verpflichtung gegenüber dem Sabbat der Schöpfung. (GK 453)

Tipp: Nahezu alle Texte, die hier angeführt sind mit sehr guten weiterführenden
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Der Abschnitt „Der Sabbat in der Geschichte“ gibt einen Einblick in den Kampf zwischen Gottes heiligem Tag und dem Feiertag der Menschen.
Lesen Sie hier Auszüge aus Schriftstücken dieses Jahrhunderts, die sich mit der Thematik des Sabbats beschäftigen.

„Bittet aber, dass eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat.“ Jesus, Mt. 24, 20


Einsetzung des Sabbats
„So wurden vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer. Und so vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, und ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er gemacht hatte. Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, weil er an ihm ruhte von allen seinen Werken, die Gott geschaffen und gemacht hatte.“ (1. Mose 2, 1-3)

Jesus
„Und er kam nach Nazareth, wo er aufgewachsen war, und ging nach seiner Gewohnheit am Sabbat in die Synagoge und stand auf und wollte lesen.“ (Lk. 4, 16)

Jesus
„Und siehe, einer trat zu ihm und fragte: Meister, was soll ich Gutes tun, damit ich das ewige Leben habe? Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur Einer. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.“ (Mt. 19, 16.17)

Jesus
„Bittet aber, dass eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat.“ (Mt. 24, 20) Jesus bat seine Jünger, dass sie darum beten sollten, dass sie beim Untergang von Jerusalem nicht an einem Sabbat fliehen mussten. Diese Flucht geschah 70 n.Chr. (40 Jahre nach Jesus Tod am Kreuz).

Jesu Nachfolger
„Sie kehrten aber um und bereiteten wohlriechende Öle und Salben. Und den Sabbat über ruhten sie nach dem Gesetz.“ (Lk. 23, 56)

Paulus
„Wie nun Paulus gewohnt war, ging er zu ihnen hinein und redete mit ihnen an drei Sabbaten von der Schrift.“ (Apg. 17, 2)

Paulus und die Heiden
„Als sie aber aus der Synagoge hinausgingen, baten die Leute, dass sie am nächsten Sabbat noch einmal von diesen Dingen redeten. Am folgenden Sabbat aber kam fast die ganze Stadt zusammen, das Wort Gottes zu hören.“ (Apg. 13, 42.44)

Hier finden wir Heiden in einer heidnischen Stadt, die sich am Sabbat zusammenfinden. Vers 44 handelt nicht von einer Versammlung in der Synagoge; denn hier heißt es, dass fast die ganze Stadt zusammenkam und in Vers 42 wird Paulus gefragt, ob er ihnen am „nächsten Sabbat“ auch das Wort Gottes predigen würde.

Johannes
„Ich wurde vom Geist ergriffen am Tag des Herrn.“ (Offb. 1, 10) [Mk. 2, 28; Jes. 58, 13; 2. Mose 20, 10; diese Texte zeigen klar, dass der Sabbat der Tag des HERRN ist.]

Josephus
„Es gibt nicht eine griechische Stadt, noch eine barbarische Stadt oder eine Nation, in welche unsere Gewohnheit des Ruhens am siebenten Tag nicht vorgedrungen ist!“ M'Clatchie, "Notes and Queries on China and Japan" (hrsg. von Dennys), Band 4, Nr 7, 8, S.100.

Philo
Erklärt den Sabbat als einen Festtag, der nicht für diese oder jene Stadt gültig ist, sondern für das gesamte Universum. M'Clatchie, "Notes and Queries," Band 4, 99

Info: Größere Teile dieses geschichtlichen Abschnittes sind aus den folgenden Quellen übersetzt.

- The Great Controversy
- Truth Triumphant
- The History of the Sabbath
- What I Saw in Rome

(Diese Bücher in Englisch sind im PDF Format verfügbar und stehen zum Download bereit)
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Die Zerstörung Jerusalems – Ein Schatten der Zukunft
Jesu Prophezeiung von dem Gericht über Jerusalem, wird sich noch in einer viel umfassenderen Weise erfüllen. Das Schicksal dieser einst auserwählten Stadt hat Symbolcharakter für das endzeitliche Geschehen in dieser Welt – einer Welt, die Gottes Erbarmen zurückweist und Seinen Willen mit Füßen tritt. Grauenhaft sind die Berichte des menschlichen Elends, das die Erde während der langen Jahrhunderte des Verbrechens erlebte. Das Herz wird beklommen und der Geist verzagt, wenn wir über diese Dinge nachdenken. Schrecklich waren die Folgen, als die Macht des Himmels verworfen wurde. Doch ein noch furchtbareres Bild wird uns in den Offenbarungen über die Zukunft enthüllt. (GK 36)

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